Ruhm hat jeder für sich gesammelt. Bei Formationen wie „Yes”, „Emerson, Lake & Palmer”, „King Crimson”, „UK” und „The Buggles”. Alle zusammen haben sie in einer Verbindung namens „Asia“, die sich 1982 mit ihrem Debut-Album „Asia“ explosionsartig an die Spitze der Album-Charts katapultierte, ihren Kultstatus zementiert: John Wetton (bass, vocals) Carl Palmer (drums), Geoff Downes (keyboards) und Steve Howe (guitar). Es war ein sensationelles Kapitel Rockgeschichte, das diese englischen Musiker geschrieben haben, nur leider ein sehr kurzes. Aber jetzt feilen sie wieder daran: Bei einer Welt-Tour im Jahr 25 nach Gründung der Band und in Originalbesetzung. Und wo macht „Asia“ auf dieser Tour im Sommer 2007 natürlich auch Station? Beim Zeltfestival der Winterbacher Kulturinitiative Rock, wo die Band am Freitag, 20. Juli, mit eigenen und Hits der genannten Supergroups begeistern wird.
Irgendwie sei’s der natürliche Lauf der Dinge gewesen, dass sich just diese Musiker zu dieser Band zusammenfanden, meinte Carl Palmer in der Gründerzeit. Jedoch ging’s der Formation aber auch nicht anders als vielen anderen: Sie hielt dem Druck, den Erfolg des ersten Albums mit einem zweiten zu bestätigen oder besser noch zu toppen, nicht stand und zerbrach. Was folgte, war eine fast klischeehafte Abfolge von Versuchen, ein Projekt am Laufen zu halten, bzw. wieder in Gang zu bringen, das 1982 immerhin der meistgespielte Act im ersten Jahr des Senders MTV war. Jedoch waren die einzelnen Bandmitglieder so sehr mit individuellen Projekten beschäftigt, dass mit „Asia“ lange Jahre wenig bis gar nichts mehr ging. Auch der 1999 gestartete Versuch, die Band mit drei Gründungsmitgliedern wieder auf die Reihe zu bringen, schlug fehl. Und so wird in den Annalen von „Asia“ als „Blitz aus heiterem Himmel“ bezeichnet, was Anfang 2006 geschah: Die Band stellte sich urplötzlich wieder so auf wie 1982. Steve Howe jubelte: „This is the real Asia.“. Und er meinte, dem Publikum weltweit stehe es zu, diese früher viel zu kurz in Erscheinung getretene Gruppe - und nicht eine ihrer Versionen - nunmehr ausgiebig live zu erleben. Bei der World Tour 2006/2007, die im Sommer Winterbach erreicht und die Band erstmals seit 1983 wieder in ihrer ursprünglichen Besetzung präsentiert.
THE HOOTERS
„Partystimmung mit fröhlicher Musik“. Dieses Zitat aus dem „Fränkischen Tag“ ist typisch für Konzertkritiken über The Hooters. Kein Wunder deshalb, dass der hervorragende Live-Act nach erfolgreichen Deutschland-Tourneen in den vergangenen beiden Jahren auch heuer wieder bei uns zu erleben ist.
Auf dem Programm des US-Quintetts stehen nicht nur ihre aus Folk, Rock und Ska handgemachten, zeitlosen Hits wie „All You Zombies“, „And We Danced“, „Day By Day“, „Johnny B.“ oder „500 Miles“, sondern auch fünf bis sechs neue Songs! Viele Lieder, die aus dem Kreativ-Zentrum der Hooters stammen, laufen oft im Radio, werden aber nur selten mit den Namen Rob Hyman (Gesang, Keyboards, Akkordeon, Melodika) und Eric Bazilian (Gesang, Gitarre, Mandoline, Saxophon) in Verbindung gebracht. Dabei zeichnet Ersterer als Co-Autor für Cyndi Laupers Welterfolg „Time After Time“ verantwortlich und zusammen schrieben sie „Private Emotion“ (aus der `93-er Hooters-CD „Out Of Body“), das 2001 Ricky Martin weltweite Charts-Präsenz beschied. Ihr Talent als hochkarätige Songautoren bewies das Duo natürlich auch durch diverse Hits, die es zwischen Mitte und Ende der Achtziger Jahre für The Hooters komponierte. Das machte das Quintett, das seinen bandinternen Spitznamen „Dampfpfeife“ für Hymans markante Melodika zum Gruppennamen erkor, rasch international bekannt. Nachdem im Mai 1994 ihr in Bonn und Osnabrück aufgenommener Konzert-Mitschnitt „Live“ erschien, wurde es ruhig um jene Formation, die 1978 gegründet worden ist und am 13.Juli 1985 die US-Version des legendären Live-Aid-Festivals mit einem Auftritt in ihrer Heimatstadt Philadelphia eröffnet hatte. Während von den Hooters-Musikern John Lilley (Gitarre, Gesang), Fran Smith Jr. (Bass, Gesang) und David Uosikkinen (Schlagzeug) nichts zu hören war, engagierten sich die Band-Köpfe vielseitig. Eric Bazilian spielte unter anderem auf den Bestseller-Alben „Supernatural“ von Des’ree sowie Ricky Martin’s „Private Emotion“ mit und war neben Rob Hyman maßgeblich an Jon Bon Jovis Solo-Werk „Destination Anywhere“ beteiligt. Der mit Abstand größte Treffer gelang dem Team Hyman/Bazilian jedoch durch ihre Arbeit für Joan Osbourne’s CD „Relish“. Es enthält den von ihnen verfaßten und für einen Grammy nominierten Song „One Of Us“! The Hooters sind seit ihrem Auftritt anlässlich des 25.Bandjubiläums 2003 wieder live aktiv.