"Schorndorfer Nachrichten" vom Samstag, 17. Juli 2004

Schlegeln fürs Spektakel
Kulturinitiative: Endspurt für Nannini, Polt, BAP, Jethro Tull, Goisern

Winterbach (mu).
Der Zeltspektakel-Endspurt hat begonnen. Rund 20 Helfer der Kulturinitiative Rock Winterbach stemmten gestern den Aufbau des Zelts, in dem ab Mittwoch, 21. Juli, an fünf aufeinander folgenden Tagen insgesamt fast 10.000 Besucher die Auftritte von Gianna Nannini, Gerhard Polt, BAP, Jethro Tull und Hubert von Goisern erleben werden.
Der Einsatz der Kulturinitiative für dieses bisher größte Winterbacher Zeltspektakel ist gewaltig. Rund 200 Helferinnen und Helfer leisten ca. ehrenamtliche 3.000 Arbeitsstunden für ein Ereignis, das sich mit dieser Starbesetzung hinter den Sommerfestivals nicht verstecken muss. Zunächst richtig ranklotzen müssen die von einem Dutzend Mädels verköstigten Zeltaufbauer: Heute Abend muss das Zelt stehen und für den Innenaufbau (Bühne, Licht/Ton, Versorgungsstände etc.) vorbereitet sein.
Am Mittwochvormittag wird Gianna Nannini erwartet. Dann muss auch der Rest des Aufbaus erledigt sein: Künstlergarderoben, Festivalbüro, Umzäunung, Versorgungszelte für Helferinnen und Helfer, die in Schichten 2.200 Stunden am Zapfhahn, an den Kassen, als Bühnenhelfer, Nachtwachen, Sicherheitspersonal, Künstler-Versorger und Biergarten-Bewirter (Getränke; Essen gibt's von Profis) schlegeln.
Der Vorverkauf lief gut: Bis letzten Montag hatte die Kulturini 7.300 Karten abgesetzt. Etwas mehr als 2.000 Karten gibt's noch bis Mittwochvormittag (Nannini), bzw. Freitagvormittag (BAP, Jethro Tull, von Goisern; Polt ausverkauft) an den Vorverkaufsstellen: ZVW-Tickeservice, Easyticket-Stellen, Kartenhäusle und „Coco“ in Schorndorf, Kreissparkasse, Café Volapük und Bäckerei Stritzelberger in Winterbach. Danach: Abendkasse (geöffnet wie der Biergarten ab 17 Uhr, Samstag ab 16, Sonntag ab 11 Uhr).
Die mit vier Streichern, Pianist und Schlagzeuger/Soundmagier auftretende Italo-Röhre Nannini bereitet den Veranstaltern in punkto Vorverkauf noch ein wenig Sorgen. Calo Rapallo, in Italien geborener Miedelsbacher und Gitarrenhero, macht sich darauf seinen eigenen Reim: Nanninis Abkehr vom „saftigen Rock“, mit dem sie „frech und spritzig“ nach ganz oben kam, habe sie der Durchschnittsmasse entfremdet. Gleichwohl bleibe sie „als Künstlerin unangefochten“, sei „mutig“, „keinen Deut schlechter“ ­ und deshalb allemal wert, dass man ihr zuhört.

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