Sa, 25. Juli 2015

GOTHARD

George Thorogood & the Destroyers

support: Band of Friends

 

Konzertfotos

"Bang, bang, bangin` around, bangin` around the world!"

Kein Zweifel, aussagekräftiger als im Titelsong «Bang!» könnte ein Refrain auf dem neuen Gotthard-Album wohl kaum formuliert sein: Seit über 20 Jahren ist die Schweizer Rockband in der ganzen Welt Zuhause. Mit ihren bis dato 14 Studio- und Live-Alben tourten Gotthard mehrfach durch Europa, USA, Südamerika und Asien, bekamen zahllose Gold- und Platinauszeichnungen für nahezu drei Millionen verkaufte Tonträger und waren regelmäßig Gast auf den größten und wichtigsten Festivals. Dennoch fiebern die fünf Bandmitglieder der Veröffentlichung ihres neuen Albums «BANG!» so erwartungsvoll wie bei kaum einem der vorherigen Werke entgegen. Denn klar ist: Ehrgeiz, Erwartungen und Anspruch an die eigene Leistungsfähigkeit waren diesmal größer denn je. "Mit den insgesamt 15 Songs gilt es für uns zu beweisen, dass sich die neu gewonnene Homogenität der Band auch qualitativ ausgewirkt hat. Bei Nics Einstieg auf «Firebirth» vor zwei Jahren spürten wir natürlich einen enormen Druck, allerdings hatten wir seinerzeit den Überraschungsfaktor auf unserer Seite, dass Gotthard auch mit neuem Sänger typisch Gotthard geblieben sind", erklärt Bassist Marc Lynn. "Diesmal dagegen müssen und wollen wir unbedingt beweisen, dass die große Qualität von «Firebirth» keine Eintagsfliege war. Und ich bin mir sicher, dass uns genau dieser Beleg gelungen ist."

Tatsächlich war besagtes «Firebirth» der glänzende Auftakt zum zweiten Abschnitt der Gotthard-Karriere, die durch den tragischen Tod ihres langjährigen Frontmannes Steve Lee kurzzeitig beendet zu sein schien. Lee war im Oktober 2010 während eines Motorrad-Trips mit Freunden auf der amerikanischen Interstate 15 zwischen Mesquite und Las Vegas verunglückt. Nach einer intensiven Trauerzeit und konzentrierter Auseinandersetzung mit der veränderten Situation konnte die Band im Herbst 2011 den Wahlaustralier Nic Maeder als Nachfolger verpflichten. Mit ihm als neuen Sänger stehen Gotthard heute, im Frühjahr 2014, selbstbewusst und entschlossen inmitten einer neuen Phase ihrer unvergleichlichen Erfolgsgeschichte. "Nic bringt frischen Wind und eine gewisse Jugendlichkeit in die Songs, was uns spürbar gutgetan hat", freut sich Gitarrist Leo Leoni, der «BANG!» in Kooperation mit Co-Producer Charlie Bauerfeind (u.a. Blind Guardian, Helloween, Saxon) produziert hat. Sein Gitarrenkollege Freddy Scherer fügt hinzu: "Die Kunst bestand darin, Nics modernen Ansätze mit dem typischen Gotthard-Sound in Einklang zu bringen und gleichzeitig auch offen für neue Wagnisse zu sein."

Die findet man auf «BANG!» gleich mehrfach: Einen Song mit französischer Textzeile wie «C´est la vie» (inklusive Akkordeon-Begleitung) hat es bei Gotthard noch nie zuvor gegeben. Neu für die Band ist auch der dynamische Boogie-Groove im Titelsong, der die unbändige Energie und die pure Zuversicht aller Gruppenmitglieder widerspiegelt. Ebenso erwähnenswert sind das Duett mit der (bis dato noch unbekannten) amerikanischen Sängerin Melody Tibbits in der Ballade «Maybe» und die bluesigen Direktiven in «Spread Your Wings». Und dann gibt es da noch das finale «Thank You», ein wahres Epos inklusive Orchesterbegleitung und Gänsehauteffekt, das entgegen der üblichen Radioformate seine gesamte Pracht über mehr als zehn Minuten ausbreitet und von Gitarrist Leo Leoni in Gedenken an seine verstorbene Mutter, aber auch als Hommage an alle Mütter dieser Welt geschrieben wurde. Einen längeren Song hat es von Gotthard noch nicht gegeben. Die erste Single des neuen Album heißt «Feel What I Feel» und zeigt die große Gabe der Band, starke Gitarren-Hooks und melodische Gesänge in Einklang zu bringen. Umrahmt werden diese Songs von Gotthard-typischen Rocknummern wie «Get Up'N'Move On», «Jump The Gun» oder «My Belief», die als traditionell feste Größe zu jedem Album der Schweizer gehören. Alles in allem präsentiert «BANG!» also eine fesselnde Mischung, die zweifelsfrei ihren festen und stolzen Platz in der Gotthard-Historie einnehmen wird.

"Eigentlich kann man unterschiedliche Alben nicht miteinander vergleichen, aber wenn man einen Querverweis ziehen möchte, dann knüpft «BANG!» am ehesten an «Lipservice» an", sagt Schlagzeuger Hena Habegger, "nur mit dem Unterschied, dass «BANG!» noch etwas verspielter klingt und das ein oder andere überraschende Arrangement zu bieten hat."

Im Jahr 1973 packte ein knapp 18-jähriger Gitarrist aus Wilmington seine Ausrüstung in den Chevy-Van des Schlagzeugers, um im Studentenwohnheim der Universität von Delaware den allerersten gemeinsamen Gig zu spielen. Mehr als vier Jahrzehnte, über 8000 Liveauftritte und etwa 15 Millionen verkaufte Alben später macht genau dieser eigensinnige Gitarrenkünstler immer noch elektrisierende Musik, begeistert sein Publikum und ist als Rockinterpret noch immer so richtig "bad-to-the-bone".

2014/2015 sind George Thorogood & The Destroyers "Badder Than Ever".

Für George und seine langjährige Band - Jeff Simon (drums, percussion), Bill Blough (bass guitar), Jim Suhler (rhythm guitar) und Buddy Leach (saxophone) - ist ihre neue "Badder Than Ever"-Tour der unumstößliche Beweis, dass es immer noch etwas aussagt, wenn man sich selbst und seiner Musik treu bleibt. Und mit einem Werkverzeichnis voller Klassiker wie "Who Do You Love", "I Drink Alone", "One Bourbon, One Scotch, One Beer", "Move It On Over", "Bad To The Bone" und viele mehr wird es immer von Bedeutung sein, wenn man diese mit seinem Publikum teilen kann.

"Als ich 16 war, ging ich zur Schule und spielte Baseball in der Little League, aber mit all dem fühlte ich mich nicht richtig wohl", sagt George. "Aber schon als ich zum allerersten Mal eine Gitarre in den Händen hielt, fühlte sich das so richtig an, dass es beinahe beängstigend war. Es machte gar nichts aus, dass ich nicht singen, spielen oder Songs schreiben konnte. Das alles würde ich bald genug lernen. Aber ich wusste, weil ich hierfür wirklich ein Händchen hatte und mich so wohl damit fühlte, hatte ich schon die Hälfte geschafft. Ich liebe es live aufzutreten, und es ist toll, dies dank unserer Musik und unseres Renomees auf einem so hohen Niveau tun zu können. Bis zum heutigen Tage ist für mich die passende Stellenbeschreibung: "Live rock performer".

" Überraschenderweise begann Thorogood seine Karriere als Solokünstler mit der akustischen Gitarre. "Ich war eher ein Country-Blues-Spieler in der Art von Robert Johnson und Elmore James," erklärt er. "Darin war ich nicht besonders gut, aber ich hatte genug Feedback von Künstlern wie Brownie Mc Ghee und Willie Dixon bekommen, die dachten, ich würde da was auf die Beine stellen. Aber ich wusste, ich brauchte mehr." George rief seinen Schulfreund und Drummer Jeff Simon an und zusammen mit einem Bassisten - wie auch Jeffs Auto - entwickelte sich das Trio bald von Proben im Kellerraum weiter zu lokalen Auftritten. "Wir wussten, dass es immer noch möglich war, mit einer heißen Boogie-Blues-Combo Erfolg zu haben. Wir übersiedelten nach Boston und waren non-stop auf Tour durch die Neu-England-Staaten und das Delaware-Valley. Die Massen liebten uns. Die Künstler, für die wir als Vorband spielten, wie Muddy Waters und Howlin' Wolf liebten uns. Wir spielten klasse, konnten aber trotzdem noch keinen Plattenvertrag abschließen. Und damals war eine Band ohne Plattenvertrag sowas wie ein amerikanischer Schauspieler ohne Gewerkschaftskarte. Wir konnten nicht mehr als 200 Dollar pro Abend verdienen."

Big Bill Broonzy sagte: Blues ist ein Naturphänomen. Wenn du den Blues nicht lebst, dann hast du ihn nicht. "1974 bis 1977 war es schwer," erinnert sich George. "Alles schien sich gegen uns verschworen zu haben. Wir wurden immer über den Tisch gezogen, unsere Ausrüstung wurde gestohlen, unsere Miete wurde verdoppelt und wir wurden aus unserem Probenraum rausgeworfen." Inzwischen hatte sich Bassist Bill Blough den Destroyers angeschlossen und die Band schloss einen Vertrag mit dem unabhängigen Bluegrass-Label Rounder Records in Cambridge. "Aber 18 Monate lang stand das Album nur im Regal. Und der Tag, an dem es endlich erschien," sagt George lachend, "war genau der Tag, an dem Elvis starb."

Nichtsdestotrotz wurde dieses namengebende und heute klassische Debutalbum bald mit Gold prämiert. Und für das Publikum wie auch das Radio verkörperte die Band sofort - und bestimmt auch weiterhin - den Powerhouse-Rock mit Barband-Wurzeln, mit freier Gesinnung sowie einer starken Verbundenheit mit Heimat, Blues und R&B- Geschichte. Im Zuge von 16 Studioablen (einschließlich sechs Gold- und zwei Platinscheiben) haben sie die Charts gestürmt, indem sie Goldstücken von Hank Williams, Bo Diddley, Chuck Berry, John Lee Hooker, Elmore James und anderen ihren Stempel aufgedrückt haben, während sie gleichzeitig GT-Originale geliefert haben, die knistern vor guter Laune und Geprahle. "Ich habe immer versucht, das Eine gegen das Andere auszubalancieren.," erklärt George, "und ich folge meinem Herzen, das mir sagt, was ich machen kann. Man würde Woody Allen nicht bitten, einen Western zu machen und man erwartet keinen Shakespeare von Clint Eastwood. Du findest raus, in was du gut bist, und dann bleibst du dabei. Seien wir doch ehrlich: 'Get a Haircut' ist kein Song für Carly Simon. Es ist einer für Thorogood." Was seine als klassisch eingestufte Signatur "Bad To The Bone" angeht, erkennt George die simple Wahrheit seiner echt krassen Hymne. "Dies ist die ultimative Fantasie eines coolen harten Typen", sagt er. "Ich habe "Bad To The Bone" geschrieben, um es für den Rest meines Lebens live zu singen.

Wirklich, wenn man irgend jemanden fragt, der eine GT&D Performance gesehen hat - schon bei dieser ersten Show in der Lane Hall, über legendäre Auftritte auf Saturday Night Live und Live Aid, als Opener bei der historischen '81er Tour der Rolling Stones, ihrer eigenen Rekorde brechenden 50/50-Tour oder irgendeiner ihrer derzeit mehr als 100 Shows im Jahr - dann wird einem heftig klar gemacht, dass der Ruf der Band als weltweite Tour-Kämpfer (Straßenkämpfer ???) ungebrochen bleibt. "Wenn wir spielen, egal ob in einem großartigen alten Theater, einem modernen Hochglanz-Casino oder einem Outdoor-Festival, haben wir Spaß auf der Bühne. Wir liefern unseren Fans eine tolle Show. Vor allem verdienen wir unseren Lebensunterhalt damit, dass wir das tun, was wir lieben und die Leute lieben, was wir tun."

Letztendlich ist die 2015 Badder Than Ever Tour 50% Feier, 50% Kundgebung und 100% Thorogood throwdown (auf deutsch: Schiedrichterball ??? - einfach das Wort weglassen ??. Aber kann ein Gitarrist nach mehr als vier Jahrzehnten mit einer der beständigsten - und beständig einzigartigen - Karrieren im Rockgeschäft , der noch immer auf der Höhe seiner Schaffenskraft ist, einen Moment benennen, der für ihn alles symbolisiert? "Stan Musial wurde einmal gefragt, welcher der größte Tag seiner Karriere gewesen sei. Und Stan sagte: 'Jeder Tag, an dem ich raus gehe und auftrete, ist der größte Tag.' Genau so empfinde ich es auch", sagt George. "Jeden Abend, wenn ich auf die Bühne gehe, ist es das Highlight meiner Karriere. Ich schlage die erste Saite an, die Band fällt ein und wir hören wie das Publikum mitgeht. Das ist der Rausch. Über 40 Jahre bin ich dabei und jedesmal ist dies der einzige Moment, auf den es ankommt."

Für George Thorogood & The Destroyers - und für den Rock & Roll - wird's nicht mehr "badder-to-the-bone" als dies.

A CELEBRATION OF RORY GALLAGHER'S MUSIC

Rory Gallagher produzierte einige der wunderbarsten Rock-/Blues-Alben der 60er, 70er und 80er Jahre und erreichte ein Riesenpublikum von Norwegen bis Spanien, von Japan bis Amerika. Aus Anerkennung für Rory und um seine grossartige Musik zu feiern, haben zwei seiner Weggefährten die Band Of Friends gegründet.

Gerry McAvoy (bass, vocals – Rory Gallagher / Nine Below Zero / Champion Jack Dupree) spielte auf jedem Album von Rory als Bassist mit. 20 Jahre lang, von 1971 bis 1991, hatte er unvergleichliche Einblicke in Gallaghers Leben. Darüber schrieb McAvoy schliesslich ein Buch, das 2005 erschienene "Riding Shotgun". Der deutsche Titel: "On The Road" (www.ridingshotgun.co.uk).

Ted McKenna (drums – Rory Gallagher / Gary Moore / Grag Lake / The Sensational Alex Harvey Band / Teargas / Michael Schenker Group) spielte von 1977 bis 1981 mit Rory. Ein Rock–Schlagzeuger mit Leib und Seele, der für viele Grosse getrommelt und mit ihnen Alben aufgenommen hat.

Marcel Scherpenzeel (guitar, vocals) ist mit Rorys Musik aufgewachsen. Und Gerry McAvoy sagt: "Keiner kommt so nah an Rorys Gitarrenspiel heran wie Marcel."

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Es gab einiges zu tun...

Abbau

Schade, alles muss weg