Mo, 27. Juli 2015

CLUESO

Stadtrandlichter

support: JORIS

 

Konzertfotos

"Stadtrandlichter 2015"

Mehr als drei Jahre ist es mittlerweile her, dass Thomas Hübner aka Clueso sein letztes Album »An und für sich« veröffentlichte. Seitdem hat der Erfurter alles Mögliche, vor allem aber viel Musik gemacht.

Nach über einer Million verkaufter Tonträger in knapp 15 Jahren musikalischer Karriere, fünfmal Gold- und zweimal Platinstatus für seine Alben, bringt Clueso nun zum ersten Mal ein Album in völliger Eigenregie heraus. »Stadtrandlichter« wurde vom Künstler nicht nur geschrieben, sondern auch komplett selbst produziert — zudem ist es das erste Clueso-Album, das über sein eigenes Label »Text und Ton« herauskommt.

Die eigene Plattenfirma — benannt nach seinem gleichnamigen ersten Longplayer, der 2001 auf »Four Music« das Licht der Welt erblickte — ist der logische nächste Schritt in einer permanenten Historie der Selbstermächtigung. Das Label wurde bereits 2012 gegründet, um Cluesos Backkatalog auf Vinyl wiederzuveröffentlichen. Nun erscheint demnächst auch eine Re-Edition aller Clueso-Alben auf CD sowie digital über »Text und Ton«.

Natürlich wird es zum neuen Album 2014 eine Tour geben. Nach knapp 1.000 Konzerten, die Clueso in den letzten 15 Jahren gespielt hat, startet er Ende Oktober mit einer kurzen Clubtour durch Österreich, Schweiz, Niederlande und Luxemburg, um anschließend auf die große »Stadtrandlichter« - Tour durch Deutschland zu gehen.

"Hoffnungslos hoffnungsvoll"

Bittersüße Sehnsucht und schmerzlich schöne Melodien – Joris schreibt Musik, die hoffnungslos hoffnungsvoll ist, gesungen von einer unglaublich ausdrucksstark und gefühlvollen Stimme , mal laut und kratzig, dann wieder zerbrechlich und sanft. Er kombiniert englischen Sound mit starken deutschen Texten. » Ich seh mich als Geschichtenerzähler und die Musik als Vermittler für meine Geschichten, die ich selbst erlebt habe oder die mich inspirieren. «

Seine Füße am Boden, der Kopf in den Wolken – Joris vereint die größten Kontraste in einer Person: » Ich bin ein Gefühlsmensch und dann wieder total verkopft. « Er vermisst im Winter die Wärme und im Sommer den Schnee. Die Ursprünge liegen wahrscheinlich bei seinen Eltern , die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Vater arbeitet als Kinderarzt rund um die Uhr und hat wenig mit Musik zu tun. Von ihm hat Joris den Ehrgeiz und die Liebe zur Arbeit. » Ich bin da mittlerweile sehr wie er, und stürze mich auch 24/7 in die Arbeit. « Die Mutter bringt das musikalische Element mit, sie spielt Querflöte und singt im Chor. Von ihr hat Joris auch eine große Portion Einfühlungsvermögen und ein gutes Gespür für Emotionen mit auf den Weg bekommen.

» Habe noch so viel zu sagen, indes finde ich kein Wort ich will doch nur noch nach Hause und es trägt mich weit fort «

Joris ist auf dem Land Zuhause. In Stuhr bei Bremen geboren, und in Vlotho bei Bielefeld aufgewachsen. Vlotho ist eine Kleinstadt mit gerade mal 20.000 Einwohnern. (Nachbargemeinden eingerechnet!) Hier gibt es schöne Fachwerkhäuser, kleine Berge und vor allem viele Bäume. Wenn er über seine Kindheit spricht , bekommt er leuchtende Augen: » Da war die ganze Welt voll Fantasie .«

Mit 5 Jahren kam die Musik in sein Leben. Seine Eltern schenkten ihm zu Weihnachten ein Schlagzeug: » Da hab ich das erste Mal geweint vor Glück, das weiß ich noch. Das ist bis heute das schönste Weihnachtsgeschenk , das ich je bekommen hab. « Zwei Jahre später » lernte « Joris Klavierspielen beim Onkel gegenüber. » Ich war nie vorbereitet, habe nie Noten gelernt, aber ich habe es geliebt, wenn er improvisierte und mir etwas vorspielte. Während die Noten tot auf Papier lagen, entfachte das Intuitive plötzlich ein Feuer in mir. « Es dauerte nicht lange, bis Joris das Komponieren für sich entdeckte.

» Ich hab meinen ersten Song tatsächlich für Emma Watson geschrieben! Ich war damals total verliebt in sie. Ich hab sogar überlegt, wie ich ihn ihr schicken kann. « Joris ist zu der Zeit gerade mal elf Jahre alt und hat sich alle Vokabelhefte zusammengesucht, um seinen ersten Text auf Englisch zu schreiben, damit Emma ihn auch verstehen kann. » Ich weiß auch noch, wo der Text liegt. Der liegt bei meinem Klavier zu Hause«, sagt er amüsiert. » Da sammle ich all meine Skizzen. Den m üsste ich eigentlich mal wieder rauskramen ...« Da er keinen Weg fand, ihr den Song zukommen zu lassen, wollte er ihn wenigstens beim jährlichen Weihnachtskonzert zum Besten geben. Die Musiklehrerin versuchte es charmant: » Warte mal lieber noch ein Jahr. Dann wird es noch besser klingen. « Es lag wohl am Stimmbruch ...

» Wenn ich nicht Musik mache, mach ich Musik «

Nach dem Abitur zog es Joris nur noch weit weg von Zuhause. Er studierte zwei Semester Ton - und Musikproduktion an der Hochschule der populären Künste in Berlin bevor es ihn weiter an die Popakademie Baden - Württemberg nach Mannheim trieb. Hier konnte er sich musikalisch austoben und sein Talent ausleben. Er schrieb Songs, Texte und lernte nach und nach seine komplette Band kennen. Nebenbei jobbte er als Backliner für andere Bands und erlebte riesige Konzerte in den tollsten Venues mit großartigem Publikum und fantastischen Livebands. » Ich hab da sauviel gelernt. Aber wenn du immer nur an der Seite der Bühne stehst und die Gitarren hochbringst, ist das auf Dauer natürlich unglaublich frustrierend. «

Seit Februar 2014 ist Joris in Berlin im Studio und arbeitet mit den Produzenten Ingo Politz, Mic Schröder und seiner Band an seinem ersten Album. Für alle besonders: Man hat entgegen der heutigen digitalen Welt komplett auf analogen Sound gesetzt und einen sehr erdigen und roughen Sound erschaffen, in dessen Gewand sich Joris Stimme besonders wohl fühlt. Im Frühjahr 2015 soll es endlich soweit sein.

»Äußerlich 15, innerlich 35« – Joris' eigentliches Alter liegt da irgendwo in der Mitte. Es ist schon außergewöhnlich, wie viel der Mann drauf hat: Er singt, spielt Gitarre, Klavier, Schlagzeug, schreibt Texte, komponiert und produziert sogar selbst mit. Joris weiß einfach ganz genau, was er will. Zwischendurch bleibt er immer wieder stehen und beobachtet sich und die Welt. » Ich bin viel zu selten glücklich mit dem, was ich habe und versuche deshalb mehr und mehr mir der schönen Dinge um mich herum bewusst zu werden."

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